Das beste Deutschland, das es je gab!

Ich will aber meine alte Bundesrepublik zurück!

Ja, der Spruch ist schon vor fast vier Jahren gefallen.
Aber auch da war schon einiges faul im deutschen Staate.

Bei obigem Zitat muss man heute einmal mehr fragen: Ist dieser Bundespräsident ein Idiot, ein unbelehrbarer sozialistischer Schwärmer, ein unkritischer Schönredner oder nur ein demagogischer Zyniker? Oder was sonst?

Wenn er schweigt zu dem, was sich hierzulande – nicht nur in den letzten vier Jahren – entwickelt hat.
Ich halte inzwischen alle vier Eigenschaften für diese Person zutreffend, was ich aber nicht sagen dürfte, im „besten Deutschland“, denn damit „delegitimiere“ ich ein Staatsorgan.

Doch zu meinem eigentlichen Thema.

Bald am Ende eines langen Lebens möchte ich ausrufen:

„Gebt mir meine alte Bundesrepublik zurück, ich möchte dieses, mein altes Deutschland wieder haben!“

Wenn nicht mehr für mich, so doch für meine Kinder und Kindeskinder!

Ich war 14 Jahre alt, als damals eine Bundesregierung einen Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit ins Werk setzte. Nachwirkend bekannt geworden als Spiegel-Affäre. Ich wurde damals erstmals richtig „politisiert“: Verfolgte im (einst nahezu freien) Rundfunk und Fernsehen die spannenden Meldungen darüber, und kaufte mir von meinem Taschengeld die einschlägigen Spiegel-Ausgaben.
Dieser damals schon Grundgesetz-widrige Angriff wurde abgewehrt. Man glaubt es heute nicht mehr: u.a. von der FDP, die damals darob die Regierung verließ.
Dieser Tage hat die bundesdeutsche Innenministerin den bisher eklatantesten Anschlag auf unsere Verfassungsgebote getätigt, mit dem Verbot eines unliebsamen Presseorgans mittels verwaltungsrechtlicher Manöver.
Warum schweigt der Justizminister dazu, der Kanzler? Der Bundespräsident sollte sich nicht zu tagespolitischen Themen äußern, heißt es, aber bei einem Angriff auf die Verfassung, erwartet man bestimmt eine Stellungnahme vom höchsten Repräsentanten des Staates. Aber bei ihm und seinen Ratgebern, die mit derselben Charakterbrühe begossen sind, wird man das nicht erwarten dürfen.

Im Gegensatz zu unseren Eltern und unseren Großeltern hat meine Generation ein Leben mit vielfältigen, von jenen lange erträumte und angestrebte „Freiheiten“ erlebt. Unsere Eltern hat angetrieben, „unsere Kinder sollen es mal besser haben als wir“.
Das ist es auch, was ich auch als „Vermächtnis“ verinnerlicht haben wollte.
Wir bekamen die denkbar günstigsten Voraussetzungen dafür mit. Wir haben uns im Vergleich zu den vorherigen Generationen dafür glücklich schätzen dürfen über das, was uns möglich wurde und erreichbar ist.

Meine alte Bundesrepublik

  • Es gab die Freiheit, ungeschminkt die Meinung zu sagen, eingegrenzt lediglich durch die von unseren Altvorderen anerzogenen Grenzen durch Benimm und Anstand (denn vor 1968).
  • Uns war es möglich, ohne sich in Gefahr zu bringen, die Hauptstadt und die in ihr tätige politische Klasse schlecht zu machen (Im anderen deutschen Staat, der DDR, erlebten es wir, dass das nicht möglich war).
  • Funk und Fernsehen gerierten sich nicht als „Staatsfunk“, welche die „öffentliche Meinung“ vorgaben. Kritische Journalisten, Kabarettisten und Künstler konnten sich frei, auch mit unbeliebten Ansichten äußern, ohne öffentlicher oder sozialer Ächtung ausgesetzt zu sein.
  • Keiner Bank wäre es eingefallen, einem angeblichen (oder auch echten) „Nazi“ wegen Gesinnung das Konto zu kündigen.
  • Kein Bürger war gezwungen, mit Zwangsabgaben den „öffentlich rechtlichen Rundfunk“ zu finanzieren, wenn er dessen „Beglückung“ er nicht wollte.
  • Wir konnten jedwede berufliche Karriere anstreben; Voraussetzungen waren Begabung, Fleiß, Festigkeit und Rechtschaffenheit. Auch Zeitgenossen aus prekären Verhältnissen konnten damit nach oben gelangen.
  • Die angebliche „Muffigkeit“ der 50er und frühen 60er Jahre evozierte für uns ein Training zur politischen Reifung.
  • Wir konnten ohne Einschränkungen überallhin reisen – gar in den feindlichen Osten, mit entsprechender Vorsicht und Strategie.
  • Wir konnten in der Öffentlichkeit in Uniform zeigen, wenn wir uns an der Verteidigung dessen beteiligten, was für uns Heimat, Werte, Freiheit und Zukunftssicherung bedeutete. Man konnte sich dem aber auch verweigern, ohne irgendwelche Nachteile erfahren zu müssen.
  • Wir haben die Polizei noch als Institution für unseren Schutz und zur Verbrechensverhütung empfunden – durchaus als „Freund und Helfer“.
  • Wir kannten keine Sprachzensur. Mohrenkopf, Zigeunerschnitzel, Negerkönig, nichts hatte einen „rassistisch“ vermuteten Hintersinn.
  • Eine Frau war eine Frau und ein Mann war ein Mann und wer sich damit nicht abfinden konnte, war ein Fall für die Krankenversicherung bzw. für die Medizin.
  • Kein Politiker oder irgendwelche „Gesundheitsexperten“ machten uns ein schlechtes Gewissen darüber oder schrieben uns vor, was wir konsumieren und essen dürfen.
  • Es war undenkbar, dass irgendwelche unreife oder psychisch gestörten Gören irgendeinen Einfluss auf die öffentliche oder veröffentlichte Meinung haben könnten.
  • Unsere Kanzler oder Präsidenten konnte man mit Fug und Recht noch als „Staatsmänner“ ansehen.
  • Den Roman „1984“ von George Orwell oder „Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley hielten wir zwar für möglich, aber unter unseren erlebten Verhältnissen für eine Ausgeburt der Phantasie.

Das „beste Deutschland“!

Wie euphorisch waren wir, die inzwischen alten, konservativ und liberal geprägten Bunderepublikaner denn auch, als wir mit 1989/1990, mit dem Zusammenbruch der DDR und der Wiedervereinigung, glaubten, ein möglicherweise noch sonnigeres Deutschland erleben zu können.

Unsere Landsleute in Mitteldeutschland hatten bewiesen, dass – gerade uns Deutschen(?) – ein friedlicher Umsturz und Befreiung aus der Diktatur gelingen kann.
Was für ein gereiftes Volk, bildeten wir uns ein.

Und dann haben wir uns doch getäuscht.
Gesinnungsschnüffelei und Denunziation, Gestapo- und Stasi-Mentalität, scheinen so übermächtig in unserem Volkscharakter existent, dass sich das wieder auf das ganze Deutschland ausbreiten konnte.

Wir wollten es der warnenden Stimme einer Pessimistin, der klugen und großen Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley nicht abnehmen, was sie 1990 feststellte:

„Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen. Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“

Quelle: tinyurl.com/Bohley

Wie wahr, was da vorausgesehen wurde.

  • Es gibt inzwischen von der deutschen Regierung finanzierte linksradikale, militante sogenannte Antifaschisten, ihren Terror gegen Andersdenkende aktiv ausleben können.
    Dazu eine staatlich geförderte Spitzel- und Denunziationsorganisationen, wie die „Amadeu Antonio Stiftung“, von einer ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin geleitet.
  • Ein Verfassungsschutz, der den Anweisungen aus dem Innenministerium und offensichtlich dem Kanzleramt folgt, um eine „Deligitimierung des Staates“ zu verhindern. Angewiesen von einer unwiderlegbar linksextremen Politikerin – und einem führungsschwachen Kanzler.
  • Unliebsame, sich kritisch gegenüber Staatsmaßnahmen äußernde Bürger werden unter dem Vorwand eines „Kampfes gegen rechts“ oder der „Prävention“ gegen „Rassismus“, namhaft gemacht und zur sozialen Ausgrenzung freigegeben.
  • Ein falsches T-Shirt oder ein Lied rufen die Polizei auf den Plan.
  • Im „Kampf gegen Rechts“ wurden nicht geschehene „Hetzjagden“ erfunden und die Augen vor dem importierten Judenhass verschlossen.
  • Lehrer oder Beamte mit Bedenken gegenüber fragwürdigen staatlichen Maßnahmen werden geschurigelt und ausgesondert.
  • Die Polizei ist aggressiv agierend im Einsatz gegen Demonstranten, die sich für ihre Grundrechte einsetzen wollen – und kneift im Kampf gegen kriminelle Clans und organisiertes Verbrechertum.
  • Schwarzfahren, Ladendiebstahl und andere Formen der „Kleinkriminalität“ werden als Belanglosigkeit behandelt und nicht verfolgt.
  • Dafür der Strafbestand der Volksverhetzung und „Hasskriminalität“ gnadenlos verfolgt.
  • An den Hochschulen herrscht ein Klima der politischen Ausgrenzung nicht (links-) konformer Wissenschaftler. Der Israelhass gehört anscheinend zum Lehrplan.
  • Der Staat beteiligt sich an kriminellen Machenschaften dubioser Finanzinstitute zu Lasten des Steuerzahlers oder sieht dem untätig zu.
  • Und jetzt der dreisteste Angriff auf die Pressefreiheit in unserer jüngsten Geschichte!
  • Usw., usw…

Freiheit

Wir glaubten an den Satz aus unserem Grundgesetz – hatten ihn nahezu verinnerlicht:

„Das gesamte deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.“

In Einheit und Freiheit… !

Aber was bedeutet Freiheit inzwischen in Deutschland?

Das Lied „Freiheit die ich meine“ gehörte bis in die jüngste Zeit zu den bekanntesten deutschen Volksliedern und einst zum deutschen „Bildungskanon“. Es wurde in unterschiedlichen Kontext gestellt (fand aber gar Aufnahme in das „Nationalsozialistische Volksliederbuch“).
Welche „Freiheit“ die Nazis damit meinten, findet sich wohl in deren zynischem Satz an den KZ-Toren „Arbeit macht frei“. Heute heißt es wohl eher Nicht-Arbeiten macht frei!

Dennoch:

Welche Freiheit ich meine, der ich nachtrauere, sollte wohl in meinem Text klar werden.

Im Schlussrefrain des Liedes heißt es:

„ … hast ja lang erlesen, Dir die deutsche Art.“

Und da fürchte ich einmal mehr die Zwiespältigkeit des deutschen Volkscharakters. Oder einmal mehr „Deutsche Art“ heißt, sich von der Obrigkeit die politischen Freiheiten und mehr wegnehmen zu lassen.

Aber die Hoffnung bleibt!

Auch ein deutsches Volkslied:


„…
Und sperrt man mich ein
in finsteren Kerker
das alles sind rein
vergebliche Werke
Denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei
die Gedanken sind frei!“
Denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei
die Gedanken sind frei

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„get woke, go broke“ – »werde wach, geh pleite!«

Publiziert am Juli 8, 2023 von altmod
aktualisiert am 17. Juli 2024

Zuviel Bekenntnis zu „Wokeness“ kann für ein Unternehmen schädlich werden, wie zurückliegendeBoykott-Aktionen, ausgelöst über die sozialen Medien, beweisen. Dazu hernach.

Aber zunächst: was heißt „woke“ eigentlich?

Wikipedia verweist u.a. auf den Duden und die Definition dort lautet: „in hohem Maß politisch wach und engagiert gegen (insbesondere rassistische, sexistische, soziale) Diskriminierung“.
Das linke Wikipedia entblödet sich natürlich nicht, auch darauf hinzuweisen, dass „der Ausdruck »woke« inzwischen von Konservativen und Rechten als anti-wokeness angeblich politisch instrumentalisiert (wird) und – wie die Ausdrücke politische Korrektheit, Cancel Culture und Social Justice Warrior – mit negativer Konnotation zudem häufig sarkastisch verwendet, um Linke und ihre Ziele abzuwerten“.

Das tue ich jetzt auch und als Nicht-Linker entblöde ich mich natürlich nicht, dazu einen „Rechten“ zu zitieren.

Norbert Bolz schreibt:

„Woke“ – die Tyrannei der Wehleidigen –

»Wokeness« ist die Nostalgie nach den Ungerechtigkeiten der Vergangenheit. Man zehrt vom Gefühl der Ungerechtigkeit und lebt von der Frustration. Weil sie keine neuen politischen Ideen mehr haben, klammern sich die Linken an ihre Feinde – und das sind die erfundenen Dämonen des »Kampfs gegen rechts«, denen ihr nachträglicher Antifaschismus gilt. Nur das Feindbild ist noch intakt. Ihr Hass richtet sich gegen die eigene Gesellschaft, die Europäer, die Weißen, den Kapitalismus, Geschlechterdifferenz, Exzellenz und die großen Werke der Kultur. Seit es kein Proletariat mehr gibt, sind die Linken auf der Suche nach den Erniedrigten und Beleidigten. …“.

Der »Anti-Woke-Boykott« kommt, wie schon der Begriff »woke« und die damit verbundene Bewegtheit natürlich aus den USA, der kulturelle Hegemon des Westens.
Ist Boykott eine Antwort?
Kann es erzieherisch wirken – gerade bei Institutionen, die selbst gern »erzieherisch« auftreten.

Schlagzeilen machte jüngst die Biermarke „Bud-Light“, die US-Vorzeigemarke des weltgrößten Braukonzerns Anheuser-Busch. Die Marke stürzt in der Gunst der Biertrinker massiv ab. Grund ist ein Missgriff der Marketingabteilung, die mit Dylan Mulvaney, einer Transgender-Influencerin, die über eine Kooperation mit dem Unternehmen berichtete, Aufsehen erregen wollte. Der Umsatz brach um 28% ein!

Boykott »woker« Unternehmen?

Die Unilever-Aktie verliert 2 Milliarden Dollar aufgrund von Aufrufen zum Boykott von Ben & Jerry über Tweet. Die Firma „boykottierte“ den 4. Juli, den amerikanischen Staatsfeiertag mit folgender Aussage: „Dieser 4. Juli ist es höchste Zeit, dass wir erkennen, dass die USA auf gestohlenem indigenem Land existieren und sich verpflichten, es zurückzugeben“, trompetete der offizielle Twitter-Account der Marke ein Statement auf der Website von Ben & Jerry.
Ben&Jerry war schon wegen eines Boykotts seinerseits in die Schlagzeilen geraten. Das Unternehmen hatte angekündigt, seine Produkte nicht mehr direkt an Juden zu verkaufen, die im biblischen Kernland von Judäa und Samaria leben. B&J war bis dahin die beliebteste Eiscrme-Marke in Israel gewesen, da von Israelis mitbegründet.

Die 1.948 Einkaufszentren der Kette »Target« in den USA erlitten vielerorts Verkaufseinbußen, nachdem die Konzernführung „Regenbogen-Produkte“ wie Trans-Badeanzüge oder Kinderbücher mit Queer-Themen für Zwei- bis Achtjährige direkt an den Eingängen platziert hatte

Der südafrikanische Modehändler Woolworths twitterte am 1. Juni zur Unterstützung des International Pride Month, um „unsere LGBTQIA+-Menschen und -Kunden besser zu bedienen“ und zitierte Initiativen wie die Schaffung eines internen Pride-Task-Teams, die Erstellung von Pride-Merchandise und die Anpassung seiner Kleidungspolitik für Mitarbeiter, um für die Geschlechtsidentität, Religion und kulturelle Bedürfnisse zu sorgen. Das kam bei einigen »Buren« nicht gut an.

Beim deutschen Versandhaus Otto sorgte ein Gendersternchen für Aufregung. Während ein Teil der Kunden zum Boykott aufrief, lobten andere das Unternehmen für seine selbstbewusste Reaktion im Netz.
Otto: „Stimmt, so einfach ist das: Wir gendern. Und du musst nicht bei uns bestellen. ;)“, lautete die Antwort des Unternehmens in einem Tweet.
Ist ja toll, ein Unternehmen fordert selbst zum Boykott auf! Bleibt abzuwarten, wie sich das noch auswirken wird. Ich jedenfalls folge dieser Aufforderung.

Die Wokeness hat Unternehmen wie Audi, Daimler-Benz, Nivea oder Aldi und Lidl und andere ergriffen. Bei den Discountern werden Textilien oder sogar Werkzeug privilegiert für »Persons of Colour« angeboten, hat man den Eindruck, wenn man die Prospekte durchblättert.


In letzter Zeit schoß Nivea mit seiner Werbung den Vogel ab mit einem von Dutzenden von Werbespots, hat aber seine Schwulen-Werbespot offensichtlich gelöscht ….

Auch der Bundesverteidigungsminister hat vor seinem Amt die Schwulen- und Lesben-Fahne aufgezogen, denn Wokeness in Bezug auf »LGBTQIA+-Menschen« und auch »Persons of Colour« hat schon vor längerem auch die Bundeswehr erreicht. Die queere Fahne: da lachen sich doch derweil Freund und Feind über diese Bunte Wehr tot.

Der DFB als ein ausgewiesen »politisch korrektes« aber auch höchst korruptes Unternehmen hat die Regenbogenfahne zur Nationalfahne erhoben. Dementsprechend »tuntenhaft« spielten die deutschen National-Kicker, könnte man ätzen.

Was da von Unternehmen, Institutionen und Ministerien, gestützt von den Medien und »woken« Werbeunternehmen, aufgezogen wird, ist ein großangelegtes Umerziehungsprogramm, wie N. Bolz darlegt. Man will uns unseren latenten deutschen Rassismus und Homophobie auf allen Ebenen austreiben.
Der Schuss könnte nach hinten losgehen, wie Bud-Light und andere prominente Marken schon erfahren mussten.
Nivea kommt mir nicht mehr auf meine alte, männliche Hetero-Haut, will ich doch nicht nach Tunten-Hautpflege stinken. Ikea betrete ich schon lange nicht mehr. Und das Fußball-Gucken hat mir die queere Truppe nicht erst gestern vermiest.

Edeka, Rewe und Kaufland haben sich auch als woke gezeigt. Diese Gender-, Queer-, PC- und Moral-Ramsch-Läden betrete ich nicht mehr.

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Hass und Hetze

Nach dem Attentat auf Trump

Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Schundfunks, deren Gehälter die Bevölkerung finanzieren muss, die sog. Qualitätsmedien von FAZ, taz, SZ bis STERN und Spiegel haben mit ihren Hassparolen schon lange das angezündet, was sie der Gegenseite vorwerfen: nicht nur eine Entgrenzung der Sprache, die Gewalt verherrlicht.

Hatte doch schon der demokratische Kongressabgeordnete Dan Goldman aus dem Staat New York erklärt: „Er [Trump] muss eliminiert werden.“
Und Präsident Joe Biden selbst sagte wenige Tage vor dem Attentat zu Spendern: „So, wir haben genug über die Fernsehdebatte geredet, es ist Zeit, Trump ins Fadenkreuz zu nehmen.“
Seit vielen Jahren wurden bis ins Absurde gesteigerte Vorwürfe gegen Trump geäußert, die darin gipfelten, Trump sei „schlimmer als Hitler“!

Ob nun in den USA oder in Frankreich und besonders in Deutschland erlebten und erleben wir eine Radikalisierung nicht nur der öffentlichen Meinung, sondern auch des Hasses auf Andersdenkende.

»Eine Situation, die mehr denn je an die letzten Jahre der römischen Republik erinnert, als eine friedliche und organische Lösung der vielen Krisenfaktoren zu einem Ding der Unmöglichkeit geworden war und Proskriptionen, Verbannungen und selbst politischer Mord zum Tagesgeschäft gehörten.«

  • schreibt ein kritischer Journalist – die gibt es zum Glück noch!

Das haben wir dank Presse und einer hetzenden Politik erlebt:

»Dass Nachbarn ihre Mitmenschen wegen mangelnder Covid-Impfung an den Staat verraten, Schüler ihre Lehrer wegen zweifelhafter politischer Korrektheit melden, Kollegen ihre Mitarbeiter wegen mißliebigen Facebook-Likes um ihren Job bringen, Demonstranten unter den Augen von Medien und Polizei explizit zum „Töten“ der Wähler von Oppositionsparteien aufrufen, scheinbar im Monatstakt echte oder imaginierte Putsch-Versuche „aufgedeckt“ werden, steuergeldfinanzierte „Satiriker“ tagein tagaus in brutalster Weise gegen angebliche Faschisten Stimmung machen, Kirchen fast im Tagesrhythmus geschändet oder angezündet werden, Staatsmänner auf offener Straße angegriffen werden und die Häuser und Fahrzeuge von Oppositionspolitikern immer wieder beschädigt werden – nicht nur Nordamerika, auch Europa scheint ein politischer Vulkan geworden zu sein, der nur noch auf das Zeichen zum Ausbruch wartet.«

Hier einige Beispiele aus dem geschriebenen Wörterdrecksumpf und dem öffentlich-rechtlichen Tumbfunk zum Thema:

Die Sprechdreckspritze der Grünen, die taz

»…. Die Warnung vor einer Trump-Diktatur sollte auch die Biden-Zweifler*innen an die Wahlurnen bringen, um das Schlimme zu verhindern. Das bedingt scharfe Rhetorik – aber die ist nach dem Samstag kaum noch in dieser Form möglich. Dass es zuallererst Trump selbst und der sich daraus entwickelnde Trumpismus waren, die politische Gewalt als Mittel der Politik offen ins Spiel brachten, ist in so einem Moment fast vergessen.“

Elmar Theveßen, der Leiter des ZDF-Studios in Washington hetzt unverändert nach dem Mordversuch an Trump:

»… der fruchtbare Boden, auf dem nach dem Anschlag auf Trump nun die Bereitschaft zur Gewalt weiter wachsen wird. Bisher hat er selbst immer wieder Öl ins Feuer gegossen, politische Gegner und Journalisten als ‚Feinde des Volkes‘ beschimpft, Zuwanderer als ‚Tiere‘ bezeichnet, in den letzten Wochen immer wieder von ‚Rache‘ und ‚Vergeltung‘ gesprochen.«

Und nochmal das ZDF:

„Trumps blutüberströmtes Ohr, seine hochgereckte Faust, als seine Personenschützer ihn von der Bühne begleiten, könnten im kollektiven Bewusstsein Amerikas eingehen als Auftaktsignal für weitere Gewalt. Den Vereinigten Staaten stehen düstere Zeiten bevor.“

Charkterliche Verkommenheit

Politker und vor allem Journalisten zeigen schon lange eine grenzenlose charakterliche Verkommenheit. Sie möchten wohl gar die Päpste und Prälaten der Geschichte der katholischen Kirche in ihrer Unerbittlichkeit und im Hass gegen Andersdenkende übertreffen!
Auch bei uns ist die Saat der Gewalt aufgegangen, nicht nur bei verbaler Gewalt. Staatliche Organe (Polizei und „Staatsschutz“) scheinen in manchen Fällen – auf Befehl von oben? – eine Allianz mit der offen gewalttätigen Antifa und der militanten Linken einzugehen, um von Fall zu Fall Andersdenkende zu bedrohen und einzuschüchtern.

Denn:

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Der Müll, die Stadt und der Tod – Kein Theaterstück, sondern der Ernstfall

Die Generation Müll

Weil es so wichtig und aktuell ist, nochmals aus „altmod“ veröffenticht!

Ich wohne in einer Kleinstadt im Dunstkreis von Frankfurt, Offenbach, Hanau und anderen (Müll-)Hochburgen des Rhein-Main-Reviers. Mein Wohnort – vor 35 Jahren sind wir aus beruflichen Gründen hierher gezogen – besitzt eine wunderschöne Altstadt mit Fachwerkshäusern mit einem malerischen Renaissance-Schlosss, durchaus ansehnliche Wohnquartiere und um das Ganze herum satte, weitreichende Wälder.
Aber schon immer störte mich eine gewisse Schäbigkeit in bestimmten öffentlichen Bereichen, eine Nachlässigkeit in der Ordnung. Dieser Eindruck verstärkt sich, je mehr man sich der „Metropole“ Frankfurt nähert. Was dort schon lange gang und gäbe war, zeigte sich in den letzten Jahren zunehmend in unserem Kleinstadt-Biotop: eine ansteigende Vermüllung des öffentlichen Raums, und die allerorten öffentlich zur Schau gestellte „Selbstverwirklichung“ von (Graffiti-) „Künstlern, begleitet von der öffentlich verschuldeten Vernachlässigung von Bausubstanz, Straßen und Wegen usw..

„Der Müll, die Stadt und der Tod“ war der Titel eines umstrittenen Theaterstücks von Rainer Maria Fassbinder in den 70er Jahren, indem ihm damals „literarischer Antisemitismus“ vorgeworfen wurde. Der „Müll“ spielte dabei eigentlich gar keine herausragend Rolle.

Aber die inbegriffene Metapher des Titels hat inzwischen eine neue Bedeutung erlangt.

Ich bleibe mal in meiner Kleinstadt. Beim Abliefern meiner Glas-Recycle-Ware an einer der Container-Zeilen – gegenüber dem städtischen Bauhof – fand ich einmal mehr eine Müllhalde vor: weggeworfene Lebensmittel neben prallgefüllten Mülltüten, Autoteile, Fernseher, Wäscheständer, Lampen und allerhand mehr Abfall unverschämt abgelagert.
Ich werde beobachtet, wie ich diesen Unrat fotografiere und von einem Bauhofmitarbeiter angesprochen: „Wir zeichnen das mit Überwachungskameras auf. Kommen aber fast nicht mehr nach, das Zeug wegzuräumen – wir holen das zweimal die Woche ab – und die Verursacher zu ermitteln. wenn man sagt, wer die Hauptübeltäter sind, muss man vorsichtig sein, um nicht als Rassist bezeichnet zu werden. Aber die Altansässigen stehen denen inzwischen kaum nach. Und es gibt eine bestimmte Altersschicht.“

Was er mir berichtet, entspricht den Schilderungen aus den „Metropolen“.
Berlin erstickt nahezu im Müll, der dort überall, auf Gehwegen, in den Parks, in den Bahnhöfen, abgelagert wird. Gar der linke „Tagesspiegel“ hat seinerzeit eine Bildergalerie mit fast 200 Fotos über den Müll und die Stadt veröffentlicht, die so peinlich war, dass sie aus dem Netz genommen wurde. Es ist beschämend für eine Stadt, „Hauptstadt“ gar, die so gern mit einem Weltstadt-, Kultur- und Szene-Charme kokettiert. Aber Kalkutta ist ja auch eine „Weltstadt“

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/muell-auf-den-strassen-berlins-wenn-ich-morgens-aus-dem-haus-gehe-wird-mir-schlecht-li.2149739

In Hamburg, Frankfurt, Dortmund, Köln etc. sieht es nicht anders aus.

Ich behaupte mal – demnach durchaus „rassistisch und fremdenfeindlich“, dass je höher der Migrantenanteil, umso höher die Verwahrlosung des öffentlichen Raums. In natura wie geistig.
Auch mein „Biotop“ zeichnet sich durch einen recht hohen Migrantenanteil aus, bezogen auf die Verhältnisse einer Kleinstadt – und durch eine jahrzehntelange, gewisse, ideologisch, „sozialdemokratisch“ geprägte Kommunalpolitik.

Was man da und dort erlebt, führt unstreitig zum Tod, zum Tod unserer Kultur, unserer gewohnten und bewährten Lebensverhältnisse.

„Deutsche Werte und Tugenden“

Es waren unbestritten die sog. deutschen Werte und Tugenden, welche unser Land zu einer der weltweit führenden Kultur- und Wirtschaftsnationen gemacht haben. Nach dem Desaster des Dritten Reichs hat das, „Was als Sekundärtugenden verschrien wurde, (…) erst Wohlstand und Frieden in Deutschland mit ermöglicht“, schrieb der deutsch-israelische Schriftsteller, Politikwissenschaftler und Zeithistoriker Rafael Seligman.
Die Internetexpertin Nina Grenningloh-Reyes, 1974 in Deutschland geboren (seit 2004 in den USA lebend) schätzt Deutschland. In einem Netzbeitrag pries sie die von ihren Eltern und Lehrern mit Nachdruck vermittelten deutschen Werte – „Freiheit, Frieden, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Tradition, starke Arbeitsethik und Sauberkeit“ – und Tugenden, „Disziplin, Treue, Innovation, Organisation, Kreativität, Motivation, Fleiß“. Sie pries diese gar als vorzügliches Mittel an, um mit anderen Menschen besser auszukommen. In fünf Kapiteln, die mit Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Organisation, Sauberkeit und Qualität überschrieben sind, malt sie aus, wie man mithilfe deutscher Werte und Tugenden u.a. auch besser kommuniziert.

Geht man durch deutsche (Groß-) Städte empfindet und findet man nichts mehr von Pünktlichkeit, Organisation, starker Arbeitsethik, Disziplin, Fleiß und schon gar nichts mehr von Sauberkeit.

Deutschland, das Land der Pünktlichkeit, Wertarbeit und Disziplin, hat sich nicht erst mit dem Desaster um den Flughafen Berlin-Brandenburg weltweit blamiert.

In der Zeitung „Die Welt“ konnte man lesen:

Abfall in Parks und Straßen, die Vermüllung der Städte ist typisch deutsch.“

Wie ist es dazu gekommen?
Ich asseriere mal nach mehr als fünf Lebensjahrzehnten Beobachtung der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung nicht nur in Deutschland folgendes Axiom: Je weiter links die Regierung, umso prekärer werden die Verhältnisse im öffentlichen Bereich, umso mehr Dreck auf den Straßen, umso mehr Zerstörung von Substanz und Infrastruktur, umso mehr Kriminalität und Delinquenz in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens; umso mehr Verwahrlosung im geistigen und kulturellen Leben. Und das beobachtet man zunehmend auch „auf dem Land“. U.a. durch den Zustrom von „Migranten“ jeglicher Art aus den Großstädten und von sonst wo her.

In den letzten dreißig Jahren ist angetrieben durch die Intellektuellen in den „Wissenschaften“ und in den Medien, überall linke Politik betrieben worden – von der CDU/CSU bis zu SPD und den Grünen. Links war und ist der Mainstream. Immer mehr auch auf dem Land und im Süden der Republik.

Der öffentliche Raum ist „Gemeingut“, und so sind alle verantwortlich.

Die Großstadtbevölkerung sei der Landbevölkerung intellektuell überlegen, heißt es . Die Stadt sei der Ort von Kultur und Wissenschaft. Und gleichzeitig tobt sich dort der prekärste Teil des Volks ungehemmt aus, wie durch Vermüllung und den schrillen Krawall es sich beweist. Bestimmend ist denn auch eine wohlstandsverwahrloste Intelligenz, die sich dort tummelt und von Wahl zu Wahl ihren roten und grünen politischen Wahnsinn anheizt. Auch „die Mitte“ ist davon infiziert worden, heißt es: „Ein Defekt, wird er nicht repariert, führt zu immer mehr Verantwortungslosigkeit und Verwahrlosung, einschließlich Kriminalität. Und das bezieht sich inzwischen nicht mehr nur auf sozial prekäre Viertel. In deutschen Städten ist davon jetzt schon die Mitte infiziert. Selbst in gutbürgerlichen Gegenden stolpert man über weggeworfene Bierflaschen.“ Über den ganzen Müll von „Cafe to go“ bis zu Hinterlassenschaften tierischer und menschlicher Notdurft …

Noch eine Taxierung eines alten weißen Mannes: Laut Studien aus den besonders betroffenen Städten sind es besonders die Altersgruppen der 20- bis 30-Jährigen, die sich nichts mehr um Sauberkeit und Ästhetik in ihrem Umfeld scheren. Diese Generation hat anscheinend jegliche Verantwortung für sich und ihre persönliche Umwelt abgelegt, eine Verantwortung, die sich nur in noch mehrheitlich in einem Scheinbekenntnis äußert, nämlich in der Wahl von grünen bzw. roten Polit-Chaoten und deren Weltverständnis mit der Behauptung der globalen Weltenrettung.

Wer ist für die Mentalitäten dieser Generation verantwortlich?

Ich bin froh, dass meine Kinder und bestimmt auch meine Kindeskinder das Land und den deutschen Süden als Lebensraum gewählt haben und weiter wählen werden, wenn auch dort schon die genannten Gefahren drohen. Und es scheinbar Innovationen und schöpferische Geister dort schwerer haben sollen. Was ich nicht glaube.

Nächste Woche habe ich wieder einen Termin in Frankfurt. Mir graust jetzt schon davor, vor dem Anblick von diesen „Kunstwerken“ an Hauswänden, den schäbigen Fassaden zwischen Hochglanzattrappen, vor dem Slalom zwischen Müll und Hundehaufen, dem Anblick missmutiger Großstädter, Kopftuchweiber und südländische Gestalten – bis ich endlich meinen Zielort erreiche. Aber ich kann ja wieder heimfahren; in meinen (noch) etwas weniger verunstalteten Flecken inmitten von scheinbar intakten Wäldern; über denen aber jetzt Windräder herrschen – gleichwohl „zugemüllt“.

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Attentat auf Trump

Ich gebe keinen Kommentar ab, lasse einfach Roger Köppel (Die Weltwoche) sprechen.

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Kaspar Hauser

– nicht nur eine Erinnerung –

In meiner Geburtsstadt Ansbach führt den Spaziergänger immer einmal auch der Weg durch den Hofgarten. Und man kommt dann zwangsläufig an einem merkwürdigen Gedenkstein vorbei, der einem unbedarften Betrachter Rätsel aufgeben kann. An dieser Stelle soll am 14. Dezember 1832 Kaspar Hauser durch einen Attentäter (?) schwere Stichverletzungen erhalten haben, an denen er dann am 17. Dezember verstarb.



„Hic occultus occulto occisus est – XIV Dec. MDCCXXXII“.

„Kaspar Hauser“ ist eines meiner ältesten Namens-„Engramme“. Schon dem Vierjährigen hat die Mutter bei einem Sonntagsspaziergang den Namen erklärt und ihre Art der Ansprache ließ das Dunkle der Geschichte schon damals vermuten.
Meine Mutter kannte kein Latein und die Inschrift dieses Gedenksteins hat sicher das Geheimnisvolle in ihrer Anmutung gesteigert. Auch später, wenn es abends oder am Sonntagnachmittag ans Geschichtenerzählen ging oder Ansbach ins Gespräch kam, fehlte die rätselhafte Geschichte des „Findlings“ Kaspar Hauser nicht.

Kurz zusammengefasst: Kaspar Hauser, ein Findling, um den sich lange Zeit das Gerücht rankte, er sei Abkömmling einer badischen Fürstenfamilie, der als Kind über Jahre bei Wasser und Brot in Einzelhaft gehalten wurde, bis im seine Flucht gelang und er am 26. Mai 1828 plötzlich in Nürnberg auftauchte. Ein „Wolfskind“

Was konnte man da sich als Kind selbst zusammenphantasieren: Wie wäre es, man wäre selbst so eingesperrt (gewesen) in ein finsteres Loch, ohne Kontakt zur Außenwelt oder nahestehenden Menschen? Wie wäre es, dann als 16-Jähriger hinausgeworfen in eine fremde und feindliche Welt? Nicht wissend, von wem man abstammt, von wo man herkommt. Und dann gibt es auf einmal Menschen, die merkwürdiges Interesse an einem haben, sich intensiv um einen kümmern. Man wird zum bestaunten Wundertier, das jetzt Sprechen, Schreiben, ja gar „höhere Konversation“ erlernte.

Damals gab es noch kein Internet mit Wikipedia, wo man hätte intensiv nachforschen können, was es mit Kaspar Hauser auf sich hat – und was nicht.Im Gymnasium später wurde uns Jakob Wassermanns Roman Caspar Hauser oder die Trägheit des Herzensals Lektüre anempfohlen.

1973 mein medizinisches Staatsexamen, Würzburg, Fach Kinderheilkunde: da machte sich der „berühmte“ und „berüchtigte“ Ordinarius und Professor der Pädiatrie „Jupp“ Ströder den Spaß, mich nach berühmten Persönlichkeiten meines Geburtsortes mit Bedeutung für die Kinderheilkunde zu fragen. Die Namen solcher Persönlichkeit werden einem ja nicht qua Geburt am Ort, den man vor 20 Jahren verlassen hatte, ins Gehirn gebrannt und da tat ich mir schwer. Da kam nichts von mir und so fragte er mich nahezu höhnisch, ob mir denn wenigstens der Kaspar Hauser bekannt sei. Heute würde man „Bingo“ sagen, Treffer! Wir waren in der „Kinderpsychiatrie“ gelandet und das „Kaspar-Hauser-Syndrom“ musste man kennen. Als von mir das Stichwort „Deprivation“ kam, war dieser Teil der Prüfung dann doch irgendwie gerettet. Mich wunderten nur die Pupillenreaktionen meiner drei Mit-Kandidaten in der Prüfung bei dieser Frage.
Seither hat mich Kaspar Hauser kaum mehr richtig beschäftigt.

Es gab aber mehrere gut gemachte Fernsehfilme über K.H., auch der Spiegel griff das Thema auf.

Und Reinhard Mey schrieb ein anrührendes Lied über „Kaspar“:

Deprivationssyndrom und Linne´s „homo ferus

Eines der ersten Dokumente über die Folgen psychischer Entbehrung bei Kindern stammt aus dem 13. Jahrhundert von Salimbene von Parma. Er berichtet: Kaiser Friedrich II. wollte aus wissenschaftlicher Neugier, die Ursprache des Menschen herausfinden. Zu diesem Zweck befahl er Pflegerinnen Säuglinge zu stillen und zu pflegen, aber Reden, Zärtlichkeiten und Liebkosungen zu unterlassen. In der Folge sollen alle Kinder an diesem Mangel gestorben sein.

Victor von Aveyron, das berühmte französische „Wolfskind“ kam da den Aufklärern wie gerufen, um die Thesen Rousseaus in der Praxis zu testen.

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Russland, die stets gekränkte Nation und der Westen

Der Beitrag wurde vor einigen Monaten schon auf „altmod“ veröffentlicht, ist aber nach meiner Ansicht, nach mehr als 2 jahren Krieg und nach inzwischen notwendigen Friedensinititaiven unverändert aktuell!
Ich hatte damals die „Putin-Versteher“ im Blick – nicht nur.
Das Geschriebene und Gesagte gehört unverändert zur Diskussion und zu meinen Auslegungen im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg.

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Aus dem Mund eines fiktiven, machthungrigen russischen Politikers, der sich nachhaltig am Untergang der Sowjetunion quält – in einem Hollywoodfilm – hörte ich folgenden Satz über Russland:

„Wir waren einst das Monster, das die Welt um den Schlaf brachte!“

Ein Satz, den ein amerikanischer Drehbuchschreiber in den Film einbrachte, um dem Zuschauer eine für den Film, die Fiktion erklärende Botschaft zu vermitteln? Eine Botschaft aus dem Kreml, die man sich heute nicht mehr ausdenken darf?

Nichts hat sich geändert in Russland, nichts ist gut in Russland! Mit dem Untergang der Sowjetunion hat das „Reich des Bösen“ (Ronald Reagan) nicht etwa aufgehört zu existieren.

Nicht erst seit Februar 2022 wird dies uns schonungslos demonstriert.

In den Hochzeiten des Kalten Kriegs empfanden wir uns – die wir uns erinnern können und wollen – tatsächlich oft um den Schlaf gebracht. Also keine fiktive Metapher aus dem Mund eines Hollywood-Russen.

Vor hundert Jahren wurde die Sowjetunion gegründet, aus dem dieses Monster entstand. Nicht etwa eine „Föderation“ verschiedener, gar gleichberechtigter Staaten, sondern ein allein von Russen bzw. Russland dominiertes Gebilde. So war es in dessen ganzer Geschichte gerechtfertigt, verkürzt von Russland zu sprechen, wenn es um die UdSSR ging.

Ich bin kein Historiker, aber ein interessierter und durchaus in der Materie belesener Zeitgenosse und wage die im Folgenden aufgestellten Assertionen.

Russlands negative (welt-)politische Aktionen resultierten und resultieren aus einem permanenten Minderwertigkeitsgefühl heraus. Trotz des Status einer „Supermacht“ bzw. der permanenten imperialistischen Weltmacht-Attitüde.

Russland hat trotz beeindruckender Erfolge auf dem Gebiet der Raketen- und Weltraum-Technologie nie mit dem Westen auf wissenschaftlichenm und technologischem Gebiet mithalten können.
Betrachtet man die Zahl der Nobelpreisträger aus dem größten Land der Erde von 1901 bis 2016, weist Russland gerade mal 22 Preisträger auf gegenüber inzwischen 351 aus den USA, 116 aus Großbritannien und 100 aus Deutschland.

Der angeblich so fortschrittliche, von Russland propagierte Sozialismus führte nicht etwa zur versprochenen Prosperität, sondern zu mehr Verelendung, Depressivität und Deprivation der Bevölkerung.

„Nicht der Mangel an modernen Raketen wurde der Sowjetunion zum Verhängnis, sondern, bildlich gesprochen, die Armseligkeit ihrer Küchen.“* Ein Satz ausgesprochen in Bezug auf Chruschtschows gescheiterte Versprechen, die USA auch auf wirtschaftlich-gesellschaftlichen Gebiet überholen zu können.
Die Sowjetunion wurde bis zur Perestrojka Gorbatschows nicht müde, die Ungerechtigkeit und den ausbeuterischen Charakter des westlichen Systems anzuprangern. Das hinderte sie aber nicht daran, ihm in dieser entscheidenden Hinsicht nachzueifern: in der wirtschaftlich-technologischen Leistungskraft.
Daran gemessen, sah sich auch das sozialistische Russland im Rückstand. Nach wie vor galt es aufzuholen. Was aber nie gelang!

Russland besitzt im Bezug auf Massenvernichtungswaffen das weltweit größte Potential, verfügt über beeindruckend demonstriertes Militärgerät mit schierer Masse.
Die Militärstruktur ist aber durch Korruption, personelle und organisatorische Ineffizienz gezeichnet, wie sich jetzt im Ukrainekrieg beweist. Dazu besteht für das Funktionieren des Militärgeräts eine Abhängigkeit von fremder, besonders westlicher „Hightech“; sogar China ist technologisch hier inzwischen gegenüber Russland überlegen oder im Vorteil.
Noch eine Besonderheit weist die russische Militärmacht auf, die „Dedowschtschina“ („Herrschaft der Großväter“) welche das in den russischen Streitkräften bis heute übliche Schikanieren jüngerer wehrpflichtiger Soldaten durch Dienstältere bezeichnet. Auch ein Erbe aus der Zarenzeit, das bis heute nicht überwunden wurde. So kann sich die russische Streitmacht nicht auf motivierte, patriotisch gesinnte Wehrpflichtige oder Freiwillige stützen. Entlassene Verbrecher und Söldner sind jetzt ein personeller Pfeiler.

Es gab im Kulturellen nur kurze Phasen der Hochblüte: das nach dem „goldenen Zeitalter“ Puschkins als «silbernes Zeitalter» der russischen Kunst bezeichnet wurde – von ca. 1898−1925. Eine erstaunliche Explosion innovativer Phantasie und Schöpferkraft seinerzeit, die kurzzeitig für eine gewisse Umkehrung des „kulturellen“ Transfers Europa-Russland sorgte.
Das Zarenreich importierte nicht länger Stile und Richtungen, es brachte nun auch eigene hervor und exportierte sie.
Europas „künstlerische“ Avandgard schaute auf Russland. Schon länger las man im Westen Tolstoi oder Dostojewski, hörte man Tschaikowsky und Rachmaninov. Am Vorabend des Weltkriegs wurde diese bemerkenswerte Erscheinung sichtbar, dass hier neue Kunstformen und -theorien einer Avantgarde entstanden, die gar der Westen in Teilen abschaute.

Russland heute

Die gesamte russische Gesellschaft ist bis heute mit Gift versetzt. Apathie und Alkoholismus kennzeichnen die Gesellschaft jenseits der Wirtschaftsautokratie und einer gewissen Intelligenz-Schicht.

Und Russland scheint nicht ohne einen „Zaren“ auskommen zu können: Von Iwan und Peter bis Nikolaus, von Stalin bis Breschnew, von Jelzin bis Putin.
Das Land hat sich trotz Reformversuchen in früheren Jahrhunderten auch nicht nach 1989 vom Despotismus abgekehrt.

Das Phänomen Putin ist ohne Sowjetunion nicht zu verstehen. Er ist ein Kind derselben – nicht nur als gelernter KGB-Offizier. Er bezeichnete ihren Zusammenbruch als die größte geopolitische Katastrophe des 21. Jahrhunderts. Und er träumt davon, sie wiederherzustellen. Was es umso erstaunlicher macht, dass auch „Konservative“ auf seine Rhetorik hereinfallen und in ihm einen Hüter konservativer Werte sehen und dabei übersehen: Die Sowjetunion lebt mit Putin fort.

Der KGB-Überläufer Yuri Bezmenov sprach 1984 über das sowjetische System von einem Gehirnwäsche-Prozess, der sehr langsam vor sich geht. „Die erste Phase ist die Demoralisierung. Sie dauert 15 bis 20 Jahre. …Weil es so lange braucht, um Generationen von Studenten zu erziehen und sie der feindlichen Ideologie auszusetzen …“. Die Studenten, die in den 60er Jahren ihre Abschlüsse machten, waren dann in den Spitzenpositionen angelangt.
Und dieser Prozess hielt bis heute an und personell zeigt sich dies jetzt in der Kaste der „Silowarchen“ oder „Siloniki“ – weniger bei den „Oligarchen“ – in der Umgebung Putins..

Wenn der «Westen» als Feind betrachtet wurde, bemühte man sich schon im alten Russland um Distanz und betonte seine eigenen Werte und Traditionen. Wenn man den Westen zeitweise in ein günstiges Licht rückte, suchte man seine Nähe und bemühte sich, Errungenschaften, die man für überlegen hielt, zu übernehmen – gleichmütiges Desinteresse blieb selten.
Der Westen war immer präsent, negativ wie positiv!
Die Abgrenzung erfolgte vor allem auch entlang der religiösen, kirchlichen Zugehörigkeit. Daher begann der „Westen“ aus russischer Sicht zur damaligen Zeit bereits jenseits der Grenze zu Polen-Litauen und nicht erst in Mitteleuropa.

Während der Westen sich seit je überwiegend im Gefühl der Überlegenheit sonnte, wurde sie in Russland bis heute zum Wechselbad von Hochschätzung und Ablehnung, von Nacheifern und Besinnung auf Eigenständigkeit.
Europa, längst ergänzt durch Nordamerika, erschien als Symbol für beides: materiellen Wohlstand und politische Freiheit. Etwas, das aber in Russland mit allen „Reformen“ der Zaren und dann mit der angeblich so „fortschrittlichen“ Sowjet-Ideologie, die sogar „westliche“ Eliten und Politiker zeitweise beeindruckte, nie erreicht wurde.

Was bleibt denn, wenn man aus seinem Minderwertigkeitskomplex heraus will?
Eine vorhandene Minderwertigkeit, die übertrieben erlebt wird, kann mit einer mehr oder weniger eingebildeten Überlegenheit kompensiert werden; so die Auffassung in der Individualpsychologie. Wir haben es aber mit mehr, als allein mit dieser zu tun. Wir haben es mit der Führungselite des flächenmäßig größten Landes der Erde zu tun, einer Nation, die mit den damit verbundenen, angenommenen Ansprüchen aber nie zurechtkam.

Wie eingebildete Prätentionen an ihre Grenzen gelangen, erlebt Russland jetzt mit der Ukraine.

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Orban und der „Frieden“

Ungarn hat seit 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft inne. Und da erlaubte sich doch der ungarische Präsident, nach Kiew und Moskau zu reisen: offensichtlich um zu sondieren, wie es um einen Frieden in der Ukraine, in Europa, stehen könnte.
Darf er das?

Oder könnte es einen anderen Zweck seiner Reise gegeben haben?

Die EU-Bürokraten, die deutschen Friedensmedien und Friedens-Politiker jedenfalls gaben sich empört über diesen Verräter an ihren „westlichen“ Auffassungen.

Quintessenz dieser kollektiven Empörung nicht nur für mich: Wer dieser Zeiten an Frieden denken möchte, macht sich schuldig!
Oder?

Ich bin voll auf der Seite von Orban, oder wie sagte einst Helmut Schmidt: »Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schießen!«
Jeder ein Patriot und Europäer!

Patrioten? Besonnene Politiker?
In Deutschland ausgestorben!
Nur noch Kriegsbegeisterte und „Schlafwandler“.

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„Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“

Die Neuerfindung des Hass-Manifests von Martin Luther

Zur Erinnerung:
Luther genoss den Schutz seiner Fürsten gegen Kaiser und Papst, und wurde bis heute in vielen Teilen auch zum Signalgeber moderner Obrigkeit. Die geknechteten und in Leibeigenschaft gehaltenen Bauern hatten in ihn Hoffnung gesetzt, nicht nur aus der Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Nach der Eskalierung der Bauernaufstände im großen Bauernkrieg 1524-1526 stellte Luther klar, dass sich die aufständischen Bauern zu Unrecht auf ihn beriefen, und ermutigte die Fürsten, die Bauernerhebung mit aller Gewalt niederzuschlagen.
Dazu rief er in seiner Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ die Obrigkeit auf.*

500 Jahre nach den Bauernkriegen haben die „Obrigkeit“ und die ihnen geneigten Hofschranzen mit den woken Dummköpfen der jetzigen Generation-V (Vollpfosten) wieder ein Problem mit den Bauern.

Luther übersetzt würde heute vielleicht so klingen und könnte bei taz, SZ oder Spiegel veröffentlicht werden:

„Gegen die maßlose und rechtsradikale Meute der Bauern“

„Man sollte, muss sie endlich ruinieren, ihnen den gierigen Schlund zuschnüren, sie drangsalieren, heimlich und öffentlich, jeder Demokrat ist dazu aufgerufen. Und man muss mit Gummiknüppeln niederschlagen, wenn sie Straßen blockieren und demonstrieren. … Denn ein Kanzler, Minister und Herr muß fortschrittlich denken, wie er der Leiter der Demokratie, aber auch deren Aggression Diener ist; dem die Polizeigewalt Verfassungsschutz, Staatsanwaltschaft, Polizei mit Wasserwerfern, Knüppeln, Pfefferspray und Handschellen über solche Frechlinge befohlen ist – wo die sich gegen die Demokratie versündigen… Denn wo er kann und nicht straft, sei es durch Gesetzes- und oder Polizeigewalt, so ist die Regierung schuldig an allen Unbotmäßigkeiten und Ubel, das die Bauern und ihre rechstradikalen Unterstützer gegen das beste Deutschland begehen, das es je gegeben hat … Darum darf er nicht ruhen. Es kommt nicht auf Geduld an oder Rücksicht . Es ist Zeit der Gegenmaßnahmen und der Staatsgewalt und nicht die Zeit von Verständnis´.“

Die folgende Aussage von Luther, dem deutschen „Machiavelli“, muss man nicht zwangsläufig adaptieren:

„Der Esel will Schläge haben, und der Pöbel will mit Gewalt regiert sein. Das wusste Gott wohl; drum gab er der Obrigkeit nicht einen Fuchsschwanz, sondern ein Schwert in die Hand.“

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  • Der Originaltext von Luther:

„Man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss. … Denn ein Fürst und Herr muß hie denken, wie er Gottes Amtmann und seins Zorns Diener ist (Röm. 13), dem das Schwert uber solche buben befohlen ist und sich ebenso hoch fur Gott versundiget, wo er nicht straft und wehret und sein Amt nicht vollfuhret, als wenn einer mördet, dem das Schwert nicht befohlen ist. Denn wo er kann und straft nicht, es sei durch Mord oder Blutvergießen, so ist er schuldig an allem Mord und Ubel, das solche buben begehen, als der, da mutwilliglich durch Nachlassen seins göttlichen Befehls zuläßt, solchen Buben ihre Bosheit zu uben, so er’s wohl wehren kann und schuldig ist. Darum ist hie nicht zu schlafen. Es gilt auch nicht hie Geduld oder Barmherzigkeit. Es ist des Schwerts und Zorns Zeit hie und nicht der Gnaden Zeit.“

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(K)ein Traumberuf: SPD-Vorsitzende(r)

Der Journalist Wolfram Weimer schrieb 2009 bei achgut: „Es gibt Aufgaben, die wünscht man nicht einmal seinem Feind: Trainer bei Hertha BSC, Fliege bei Obama, Zahnarzt beim weißen Hai oder Vorsitzender der SPD…“

Betrachten wir die Reihe der SPD-Vorsitzenden von 1946 bis heute.

Da war Kurt Schumacher (1946 – 1952), der letzte absolute Patriot der SPD, ein aufrechter Mann, der 12 Jahre durch die Hölle der Konzentrationslager ging. Einer der „Gründungsväter“ der Bundesrepublik. Konsequent in der Ablehnung einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten. Er starb damals „im Amt“.

Während der Amtszeit von Erich Ollenhauer (1952 – 1963) wandelte sich die SPD mit dem Godesberger Programm zur Volkspartei. Wobei Erich Ollenhauer aber dabei nicht gerade die führende Rolle innehatte. Ich habe ihn kurz vor seinem Tod als Junge einmal persönliche erleben können. Er erschien mir, dem politisch noch unbedarften 15-Jährigen, wie ein guter Onkel, der irgendwo bei einer Behörde beamtet ist und Bleistifte spitzt. Kein bleibender Eindruck, aber eine wichtige Person für die junge Bundesrepublik. Er starb ebenfalls im Amt und wurde von Willy Brandt beerbt.

Willy Brandt (1964 – 1987) gilt als die herausragende Gestalt nicht nur der deutschen Sozialdemokratie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ich hielt ihn zwar im Vergleich mit anderen Politikern seiner Zeit für einen nicht wirklich guten Redner; aber trotz „schlechter“ Rhetorik bin ich ihm damals in manchem gefolgt. Im Amt als Bundeskanzler zeigte sich bald, dass sein gerühmtes Charsima für das Amt nicht ausreichend ist. In den ersten Jahren der sozial-liberalen Koalition wurden unter dem SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzler Brandt Gesetzesvorhaben exekutiert, an denen unser wirtschaftliches und soziale Gefüge bis heute zu leiden hat. Nicht die Guillaume-Affäre führte zwingend zu seinem Sturz, sondern der Verlust an Realitätssinn im Überschwang der Reformvorhaben – bei bereits dräuendem Unheil in der Wirtschaft und den sozialen Sicherungssystemen. Herbert Wehner – über Brandt damals: „der Herr badet gern lau…“ – war dann Richter und Henker zugleich.
Brandt, der es verstand, mithilfe der schon linkslastigen Medien sich zu einer Ikone zu stilisieren, zeigte sich dann auch besonders wankelhaft. Er vollzog einen Linksruck und fiel dem angesehensten Kanzler, den die SPD je hatte, Helmut Schmidt, bei der Nachrüstungsdiskussion in den Rücken. Das führte neben wirtschaftspolitischen Konflikten zum Platzen der SPD-FDP-Koalition. Schließlich wollte Brandt als Vorsitzender den Genossen eine Generalsekretärin zumuten, die einen (griechischen) „Migrationshintergrund“ hatte (die spätere, ablegte Lebensgefährtin von Friedhelm Pflüger). So was wurde damals vom SPD-Parteivolk (noch) in keiner Weise goutiert. Brandt musste zurückrudern. Besonders verstörend erschien mir dann sein Kampf im Pakt mit der von der DDR gesteuerten „Friedensbewegung“. In negativer Erinnerung sind mir dabei seine Auftritte mit dem „Pietcong“ der SPD , Erhard Eppler zusammen mit den grölenden grün-linken und kommunistisch „friedensbewegten“ Massen bei der Hofgarten-Demonstration in Bonn. Zu der Zeit machte sich auch ein ganz besonderer „Enkel“ namens Oskar schon unangenehm bemerkbar.
W. Brandt hat sich beim Fall der Mauer in einer patriotischen Weise geäußert, die er vorher bei der „deutschen Frage“durchaus vermissen ließ und die niemand mehr erwartet hatte.

„Opa“ Willy wurde 1987 von Hans Jochen Vogel (1987 – 1991) abgelöst, der – so sagten böse Zungen – ein Charisma hatte, das seiner Vorliebe für Klarsichthüllen entsprach. An Vogel als Parteivorsitzenden erinnert sich heute kaum noch jemand.

Dann durfte endlich ein „Enkel“ ran.
 Björn Engholm (1991 – 1993), ein Pfeifen-zutzelnder Schnullermund und Schöngeist aus Schleswig-Holstein, der beim Lügen ertappt und daraufhin in die partei- und bundespolitische Wüste geschickt wurde:
  Untergang eines „Hoffnungsträgers“.

Mit Rudolf Scharping (1993 – 1995), dem Enkel Nr. 2, hatte die SPD wieder kein Glück. Wo hat es das gegeben, dass ein Vorsitzender dieser so großen Partei, wie die SPD, mit einer einzigen demagogischen – zugegeben fulminanten – Rede eines zunächst nicht als Widersacher erkannten „Parteifreundes“ auf einem Parteitag von jetzt auf gleich aus dem Amt gejagt wurde. Rudolf wurde dann auch noch wegen lascher Pflichterfüllung als Verteidigungsminister nach Pool-Spielchen mit einer Gräfin von einem weiteren Parteifreund, seinem Kanzler Gerhard Schröder, als Minister (zurück)getreten.

Der Demagoge und Links-Populist, der Scharping da zu Fall brachte, war der Enkel Nr. 3: Oskar Lafontaine (1995 – 1999). Nicht nur nach meiner Meinung das Obera..l…ch der SPD in den letzten 40 Jahre. Sein Abgang 1999 – Schröder hatte nachgeholfen – wurde von vielen Genossen als entwürdigend und beleidigend für das Amt und für die SPD angesehen; war aber dem Salon-Bolschewiken, dem Rotwein- und Rotlicht-Freund von der Saar durchaus gemäß.

Dann kam Enkel Nr. 4, Gerd Schröder (1999 – 2004). Der begnadetste Selbstdarsteller mit Mediengespür, den die SPD je an der Spitze hatte. Nur nicht begnadet als Parteivorsitzender.
Kanzler und Parteivorsitzender, das geht bei der SPD nicht gut (siehe Willy Brandt).

Gas-Gerd gab aus „taktischen“ Gründen an Franz Müntefering (2004 – 2005) ab. Münte, der alte Knorz, gab sich so, wie man es erwartet, wenn man an seine Heimat, das  Sauerland denkt. Münte qualifizierte sich gar als ein Entomologe (Insektenkundler) auf dem Thron des Vorsitzenden, indem er die „Heuschrecken-Metapher“ erfand.

Indem man mal wieder einen netten Kerl an der Parteispitze haben wollte, wurde der einstmalige Erfolgs-Ossi der SPD Matthias Platzek (2005 – 2006) ausgesucht. Platzek war aber zu nett und zu schwach zu sich und zu den vorhanden Problemen eingestellt und das musste in einem sekundäre Krankheitsgewinn im Rücktritt enden.

Nachdem es mit dem Erfolgs-Ossi nichts geworden war, holte man den letzten verbliebenen Erfolgs-Wessi unter den Ministerpräsidenten, Kurt Beck (2006 – 2008) aus Rh.-Pfl. Der biedere Elektromeister aus der Provinz erwies sich aber als nicht Metropolen-, heißt, nicht Berlin-kompatibel, wurde vom Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier als Problembär angesehen und in einer wenig feinen Intrige von seinen Genossen abgewickelt.

Den Retter in der Not sollte dann noch einmal der Heuschrecken-Schreck, die knorzige Eiche aus dem Sauerland, Franz Müntefering (2008 – 2009) spielen. Die sauerländische Eiche war aber schon unheilbar vom Eichenspinner befallen und musste schließlich gefällt werden.

Nach Willy Brandt war offensichtlich keiner in der Lage, dieses “schönste Amt der Welt – neben Papst” (F. Müntefering) SPD-würdig und mit nachhaltiger Wirkung für die Partei auszufüllen.

“Die Rettung kommt aus den Bergen“ sagte einst Franz J. Strauß.
Aber diesmal nur aus einem Mittelgebirge. Der Harzer Roller, alias Sigi-Pop, der Glühbirnen-Killer und Atom-Terminator aus Goslar sollte es richten: Sigmar Gabriel (2009 – 2017)!
Wie heruntergekommen ist die SPD, dass sie auf diese Personalie angewiesen ist, fragte ich mich damals. Auf diesen feisten Mann, der so wenig sympathisch wirkt, einem eingebildeten Rüpel mit schiefem Mund.
 Wolfram Weimer bezeichnete ihn denn auch als den „Lothar Matthäus der Politik“. Was ich für unfair gegenüber “Loddar” Matthäus halte, denn der hat als Fußballer doch einiges geleistet.
S. Gabriel hat in der Bilanz bisher noch nichts Herausragendes zuwege gebracht. Gut, er war Ministerpräsident in Niedersachsen von 1999 bis 2003. Anschließend übernahm er das neugeschaffene Amt des „Beauftragten für Popkultur und Popdiskurs der SPD“ – kurz Popbeauftragter (Wie blöd ist das?). Von 2005 bis 2009 war er dann in der 1. GroKo Umweltminister, ab 2103 gar Wirtschaftsminister in der „Regierung Merkel“.
2009 ist er als Parteivorsitzender zurückgetreten und damit auch als Kanzlerkandidat abgedankt, wie die SPD-Postille „Der Stern“ exklusiv vermeldete. Der Rücktritt sei seine „Pflicht als Parteivorsitzender“, sagte Gabriel der Wochenzeitung. Weiter: „Wenn ich jetzt anträte, würde ich scheitern und mit mir die SPD.“ Welch weise Einsicht!
Die Entscheidung von Gabriel nötigt Respekt ab. Respekt vor der Einsicht eines Politikers (!) in eigene Schwächen und Unzulänglichkeiten, die sich in seiner Politikerkarriere angehäuft hatten.
Den „Unsympath“ nehme ich hiermit zurück!

Die ehemals große Volkspartei SPD, u.a. einst ein Garant für die Stabilität der Demokratie und des sozialen Gefüges in Deutschland, hatte solche Vorsitzende wie zuletzt nicht verdient. Wie auch die CDU nicht eine Merkel! Aber beide Parteien hatten schon vor langer Zeit begonnen, abzuwirtschaften, sich selbst zu zerlegen.
Vielleicht wird das von Gabriel bleiben: er hat sich aus Respekt vor der großen Tradition seiner Partei einsichtig zurückgezogen.
Was da nachkommt, verheißt nur noch Schlechteres. Es kommt nichts Besseres nach, sagt der Volksmund.

Martin Schulz (Januar 2017 – Februar 2018), Buchhändler, einstmals auch Bürgermeister von Würselen, dann Europa-Parlamentarier und zuletzt Präsident des Europaparlaments mit Ehrgeiz auf Höheres. Gott bewahre uns und die SPD vor „Kapo Schulz“, mochte man ausrufen. Schulz beteiligte sich jetzt aktiv daran, die gute alte, schwer abgetakelte Tante SPD zur Ruhe zu tragen. SPD – R.i.P!

Nein, sie ruht noch nicht in Frieden, die SPD, sie bewegt sich: auf 10% und weniger der Wählergunst hin.
Vorweg: Es wird konnte bei dem nachrückenden Personal nur noch weiter nach unten gehen, in Abwandlung des Honecker-Zitats: „Aufwärts nimmer, runter immer.“

Dafür sorgt inzwischen auch Andrea Nahes  (seit Februar 2018).
Nahles war die Nummer 26 der SPD-Vorsitzenden seit deren Wiedergründung 1890, Nummer 13 seit 1946.
„Basta und Testosteron hatten wir in den letzten Jahren genug.“  sagte A. Nahles am 13. November 2009 auf einem Parteitag in der Bewerbungsrede um ein erstes großes Amt in der SPD (Generalsekretärin).
Statt „Testosteron“ nun Wehen-Hormone, statt „Basta“ jetzt „Bätschi“.
„Die SPD wird gebraucht. Bätschi, sage ich dazu nur. Und das wird ganz schön teuer. Bätschi, sage ich dazu nur.“ Meinte Nahles am 7. Dezember 2017 über Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung.
Im Bundestag hat sie auch schon mal Kinderlieder angestimmt: „Ich mach‘ mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.“ sang Pippi Nahles am 3. September 2013 im Bundestag mit Vorwürfen an die Merkel-Regierung.
Die zeigte sich auch als Beherrscherin des Olfaktorischen: „Für die Leute machen wir das, verdammte Kacke nochmal.“ (am 5. März 2014 über die Rente mit 63) und
Ich rieche ihre Schwäche.“
(am 10. Dezember 2016 über CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel). 
Nahles stand für die SPD und ihr Programm: Einfalt statt Inhalt, Infantilität statt fortgeschrittener politischer Maturität.

Von Juni bis Dezember 2019 übernahmen Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Vorsitzender in Hessen, Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz den Parteivorsitz kommissarisch.
Man erinnert sich gar nicht mehr daran, denn kam es zur zunächst letzten großen Heimsuchung der SPD mit Frau Saskia Esken.
Dachte man, nach Schulz und Nahles könnte es nicht schlimmer kommen, sah man sich getäuscht:
Ende 2019 hatten sich sechs Bewerberteams der SPD-Basis in 23 Regionalkonferenzen vorgestellt. Nach der ersten Wahl der Mitglieder gab es kein klares Ergebnis, deshalb traten Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken in einer Stichwahl gegen Vizekanzler Olaf Scholz und Klara Geywitz an. Walter-Borjans und Esken setzten sich durch. Sie führten die Partei von Dezember 2019 bis Dezember 2021.
Norbert Walter-Borjans (Nowabo) schied dann auf eigenen Wunsch aus der Parteiführung aus. Saskia Esken machte weiter. Beim SPD-Parteitag im Dezember 2021 entschied sich die Partei erneut für eine Doppelspitze.“ (WAZ)

Zur Doppelspitze gehört seither neben Esken der vormalige Juso-Vorsitzende und Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil.
Klingbeil war in seiner Jugend auch in der Antifa aktiv, was ihn zur Politik geführt habe] Er spielt in seiner Freizeit Gitarre und war Sänger sowie Gitarrist der Rockband Sleeping Silence. Welch sinniger Name!
Klingbeil ist vielleicht nach seinem Geschmak zu wenig in den Medien präsent und so musste er in einer Talk-Sendung nach der Europa-Wahl einen raushauen, indem er Frau Weidel von der AfD vor einem Millionenpublikum als Nazi bezeichnete. Das könnte ein gerichtliches Nachspiel bekommen, das dem SPD-Gockel aber auch nicht gefallen dürfte. (https://haintz.media/artikel/recht/rechtsanwalt-frank-grossenbach-erstattet-strafanzeige-gegen-lars-klingbeil-wegen-volksverhetzung/)

Die schon genannte SPD-Person Sakia Esken dürfte das Beschränkteste und Verbohrteste sein, was sich in der SPD jemals zur Spitze gerotzt hat.
Ohne viele Worte hier zu verlieren, lasse man sie selbst sprechen – bei Markus Lanz. Selten, dass der schleimige Stunkanheizer Markus Lanz einen Gast derart tranchiert hat, wie Esken in dieser Sendung:

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